Dehnung als Verletzungspropylaxe?

Ein wissenschaftlicher Nachweis ist wegen der notwendigen Komplexität einer Studie nur schwer zu führen. Weiterhin lassen sich Aussagen über die Effekte von Dehnung schwer verallgemeinern, da es unterschiedliche Methoden zur Verbesserung der Beweglichkeit gibt und deren Wirkung bei Freizeit- oder Leistungssportlern und in unterschiedliche Sportarten völlig verschieden sein kann.

 

Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sowohl eine extrem eingeschränkte als auch eine extrem hohe Beweglichkeit das Verletzungsrisiko
erhöhen kann. Insbesondere bei der Entstehung chronischer Überlastungsschäden kann die Beweglichkeit eine Rolle spielen. Sicher ist, dass ein Großteil der Muskelverletzungen während exzentrischer (nachgebender) Belastung, beim stark ermüdeten Muskel, und/oder bei ungenügend
trainierten Sportlern innerhalb des normalen Bewegungsausmaßes auftreten.

 

Somit würde eine reine Erhöhung des Bewegungsausmaßes das Auftreten von Muskelverletzungen nicht verhindern können. Weiterhin kann selbst vorsichtiges Dehnen Mikroverletzungen hervorrufen und hat eine analgetische (Schmerzempfindungen dämpfende) Wirkung.

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